Rast-tar

 

Die Stimmung in der östlichen Musik kommt manchen Hörern seltsam und ungewohnt vor. In Wirklichkeit ist die akustische Wahrnehmung westlicher Hörer, durch die Anpassung an ein kulturgeprägtes System (volltemperiert und oktavenbasiert, auch Moll und Dur), für die natürliche Obertonreihe, nicht ohne Weiteres aufnahmebereit.

 

Durch das Transponieren dieser natürlichen Obertonreihe auf ein Allen bekanntes Instrument, die Gitarre, wird die Annäherung an die harmonische Struktur türkischer Musik vereinfacht und die Gemeinsamkeiten zwischen den Systemen verdeutlicht.

Da die „G“-tar auf „Rast“, den Grundton des türkischen Maqam-Systems, liegt es nahe, sie stattdessen „Rast-tar“ zu nennen. Obwohl die üblichen Zwischentöne mit den Bünden auf dem Griffbrett nicht naturgetreu gespielt werden können, kann man hierdurch vieles über die Struktur der Maqams und deren Verwandtschaft mit westlichen Tonreihen entdecken.

 
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© Mutlu Yilmazer